Heute steht der TuS N-Lübbecke im Blickpunkt

Die Corona-Pause nutze ich für einen Blick auf den Nachbarn aus Lübbecke.

Als GWD Minden-Fan möchte ich auf keinen Fall unseren Nachbarn den TuS-N-Lübbecke vergessen. Ich kann mich noch gut an die emotionsgeladenen Derbys gegen den TuS Nettelstedt erinnern. Wir sangen schmutzige Lieder und fast jeder TuS-Spieler erhielt nette „Kosenamen“. Aber meist war diese Rivalität 30 Minuten nach dem Abpfiff wieder verflogen.

Wir sind doch alle Handball-Fans

Das dieses nicht immer so war, vor allem in noch weiter zurückliegenden Zeiten, habe ich schon oft gehört. Schade, sehr schade! Deshalb haben wohl auch so viele der „älteren Generation“ ein Problem damit, dass GWD jetzt seine Heimspiele in der Halle in Lübbecke austragen muss. Ich persönlich habe kein Problem damit! Hey, wir sind doch alle Handball-Fans und brennen für diesen Sport, egal wo wir spielen!

Der TuS im Aufwind der 2. Liga

Der TuS N-Lübbecke legte, bis zur Corona-Pause, eine beeindruckende Rückserie hin. Mit vielen überzeugenden Siegen untermauerten sie durchaus ihre Aufstiegsqualitäten.

Die Fotos sind vom Testspiel gegen GWD Minden, das am 23. Januar 2020 statt fand. Anfangs zeigte der TuS N-Lübbecke starke Schwächen und Unsicherheit gegen die noch ersatzgeschwächte Bundesligamannschaft von GWD Minden. In der 2. Halbzeit drehte der TuS das Spiel und konnte es letztendlich noch für sich entscheiden.

GWD Minden vs. THW Kiel

David gegen Goliath oder kann GWD gegen den THW Kiel punkten?

GWD Minden hat mit einer guten ersten Halbzeitleistung an der Sensation geschnuppert. Aber wie auch schon gegen Leipzig, ging den Mindenern die Puste aus. Schade, da war so viel mehr drin. Und eins ist heute klar geworden, der THW ist nicht unschlagbar. Aber GWD Minden war heute nicht in der Lage den THW Kiel zu schlagen.

Kraftvolle erste Minuten

Im Mindener Tor beginnt Espen Christensen, was schon eine Überraschung ist, da Malte Semisch im letzten Spiel der Matchwinner war. Beide Mannschaften gehen konzentriert in die Partie. In der 5. Spielminute geht GWD mit 4:2 in Führung. Nur 1 ½  Minuten später gleicht der THW aus.

Geht die 7-Meter Schwäche auch in diesem Spiel weiter?

Marian Michalczik semmelt gleich mal den ersten Siebenmeter an die Latte. 6:4 geht GWD durch Christoffer Rambo in der 9. Spielminute erneut in Führung. Max Staar bringt die Mindener in der 12. Minute mit 8:6 weiter nach vorn. Die 2657 Zuschauer peitschen ihre Mannschaft nach vorn. Hendrik Pekeler kassiert in der 15. Minute seine zweite 2-Minuten-Strafe. Und wegen Meckerns gibt es noch die dritte Zeitstrafe obendrauf. Das ist dann Rot und Hendrik Pekeler hat ab da Feierabend.

Espen Christensen zeigte eine klasse Partie, mit seinen Paraden hält er den THW weiter auf Abstand. Wer glaubt, dass jetzt Unruhe im Spiel der Kieler ist, der irrt. Der THW spielt das unglaublich routiniert aus. In der 17. Minute gleichen sie zum 9:9 aus. Das 10:9 durch Christoffer Rambo ist der schönste Treffer bis dahin. Ein 3-fach Kempa oder so etwas Ähnliches. Acht Minuten vor der Halbzeit erzielt Juri Knorr das 13:12, nachdem er schön am Kreis aufgelöst hat. Das 14:12 erzielt in der 24. Minute Christoffer Rambo im Nachfassen beim Siebenmeter. Wenigstens ist der Ball im Tor. Die erste 3 Tore Führung kommt von Joscha Ritterbach in der 25. Minute. Dann nimmt Frank Carstens seine Auszeit, beim Stand von 15:12. Das 17:14 erzielt Magnus Gullerud etwas mehr als eine Minute vor dem Pausenpfiff. Doch GWD Minden lässt den THW Kiel noch einmal auf 17:16 herankommen. Domagoij Duvnjak und Rune Dahmke erzielen die Treffer in der Dankerser Unterzahl.

GWD mit dem deutlich schwächeren Start in Halbzeit zwei

Das erste Tor der zweiten Halbzeit zum 18:16 erzielt der unglaublich starke Joscha Ritterbach. Wer hätte gedacht, dass das der letzte Treffer für eine verdammt lange Zeit sein wird. Die Kieler Abwehr steht besser. Den Ausgleich zum 18:18 durch Patrick Wiencek folgt dann noch eine Zeitstrafe für Aliaksandr Padshyvalau. 19:18 und 20:18 durch Niklas Ekberg, als Siebenmeter-Treffer, ist die erste Kieler Führung überhaupt. Den Grün-Weißen will so gar kein Tor mehr gelingen. Technische Fehler häufen sich. Die GWD-Abwehr findet keine Mittel, um den THW zu stoppen. Immer wieder enden Kieler Angriffe mit einem Siebenmeter, die Niklas Ekberg sicher verwandelt.

Erschreckend schwache Grün-Weiße Angriffsleistung

Bis zur 49. Minute gelingt GWD in der zweiten Hälfte kein weiteres Tor. Joscha Ritterbach erlöst die Mindener nach 16!!! Minuten zum 19:24. Mindens Trainer versucht seine Mannschaft umzustellen. Aber auch die Abwehrumstellung auf eine offensivere 5:1 mit Marian auf der Spitze bringt nicht die Wende. Frank Carstens probiert auch die Variante mit dem siebten Feldspieler, aber die technischen Fehler bleiben nicht aus. 7 Tore geht Kiel in Front, da sind 52 Minuten gespielt. Der THW zieht bis zum Schlusspfiff ein wenig die Handbremse. Sie bringen die Partie über 23:28, 24:29 und 26:29 nach 60 Minuten zu Ende.

Die Stimmen der Verantwortlichen in der Pressekonferenz kurz zusammengefasst:

Filip Jicha: Ich bin froh, dass wir dieses intensive Spiel gewonnen haben. Die Mindener haben gut in der Abwehr gearbeitet. Letztendlich haben den Mindener die Kräfte in der 2. Halbzeit verlassen und so konnten wir uns absetzen. Meine Jungs haben heute alles reingelegt. Es hat sich gezeigt, dass wenig Raum zwischen den 1. und den 15. der Tabelle ist.

Frank Carstens: Die 1. Halbzeit war defensiv das Beste, was wir abgeliefert haben. Besonders wertvoll waren die 10 Kontertore. Als es dann eng von der Energie und der Power wurde, gingen die Köpfe runter. Erst dachte ich noch, dass die Anzeigentafel kaputt sei. So konnten wir dann noch die 5:1 Deckung ausprobieren.

Viktor Szilagyi: Einziger Vorteil ist, dass wir zum Topspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen  einen ausgeruhten Hendrik Pekeler haben.

Ey, was ist denn in der Liga los?

Entlassungswelle rauschst durch die HBL! Sind denn jetzt alle verrückt geworden?

Velimir Petkovic noch im Dienst der Berliner Füchse

Wie oft wurde der Handball schon gelobt ..……..

Der Handball ist nicht so kommerziell wie der Fußball. Im Handball gibt es keine Schwalben und man s erkennt die Entscheidung der Schiedsrichter an. Es gibt keine übertriebene Theatralik und kein Meckern. Und vor allem wurde der faire Umgang miteinander immer wieder in den Vordergrund gestellt. Nach einem Foul gibt man sich die Hand und die Sache ist vergessen. Man ist noch unter sich und geht fair miteinander um. Seit ein paar Wochen erlebe ich aber was ganz anderes.

Ganz am Anfang stand der Rauswurf des Bundestrainers

Der Fisch stinkt immer vom Kopf her, sagt man nicht nur in Hamburg. Das was die oberen Herren des DHB sich mit dieser Entlassung geleistet haben, unglaublich. Aber ich habe mich schon darüber ausgelassen. Nachlesen kann man das hier. Und ich befürchte diese Mentalität ist auch in die HBL rüber geschwappt. Oder wie kann man sonst die Entwicklungen auf den Trainerbänken erklären?

Entlassung in Erlangen

Anfang Februar wurde Adalsteinn Eyjolfsson in Erlangen rausgeworfen. Schon lange stand fest, dass in der neuen Saison Michael Haaß vom Spielfeld auf die Bank wechseln wird. Die danach „schlechte Stimmung“ führte zum schnellen Aus des Isländers. Als Interimslösung wurde der Handball-Professor Rolf Brack präsentiert. Ein Mann mit Erfahrung und der nötigen Ruhe. Aber kaum 3 Wochen später muss auch er die Erlanger Bank wieder verlassen. Jetzt wird Michael Haaß als Spielertrainer fungieren. Wie das vernünftig funktionieren soll, wird man sehen. Aber so, liebe Erlanger Verantwortlichen, so geht man nicht mit Menschen um.

Kai Wandschneider darf in Wetzlar gehen

Aber erst zum Saisonende 2021. Ach so, na dann ist ja alles klar! Kai Wandschneider, der in Wetzlar so viele Talente für die Bundesliga und Nationalmannschaften geformt hat, der hat so etwas nicht verdient. Die Torhüter Andy Wolff und Benjamin Buric sind durch seine Schule gegangen. Jannik Kohlbacher, Steffen Fäth und Philipp Weber reiften durch Wandschneider zu gestandenen Nationalspielern. Und das Kai Wandschneider nicht nur ein Mann mit Charisma und Sportsgeist ist, zeigt seine Aussage: „Ich werde meinen Vertrag mit Würde und Haltung erfüllen.“ Kai Wandschneider hat wenigstens noch Anstand.

Früh wusste auch Velimir Petkovic über seine Zukunft in Berlin Bescheid

Auch hier ein Trainer, der gerne noch ein paar Jahre in Berlin drangehängt hätte. Aber da wurden die Präsidiumspläne ohne Petkovic gemacht. Schon im Oktober ließ man andere Pläne verlauten. Mit Jaron Siewert soll ein noch 25-jähriger Youngster den „alten“ Petkovic ablösen. Die frühzeitige Bekanntgabe hatte erst mal keinen Einfluss auf die Mannschaftsleistung. Aber nach ein paar deftigen Niederlagen, trotz der Verpflichtung von Dainis Kristopans, zogen die Berliner die Notbremse. Bis zum Saisonende wird Michael Roth die Berliner coachen. Michael Roth, der zuletzt die MT Melsungen lange trainierte, bleibt bis zum Saisonende.

Apropos MT Melsungen

Auch in Melsungen musste sich ein Trainer verabschieden. Roth-Nachfolger Heiko Grimm wurde entlassen. Eigentlich hatten Trainer und Mannschaft ein Drei-Spiele-Ultimatum erhalten aber nach dem Unentschieden bei den Eulen, zog das Präsidium vorzeitig die Reißleine. Vielleicht sollte man aber auch mal die Verantwortlichen infrage stellen. Wann kapieren die in Melsungen endlich, dass nur eine Mannschaft erfolgreich sein kann. Geld wirft keine Tore. Schade, dass die Leistungen von Finn Lemke, Julius Kühn, Tobias Reichmann und Kai Häfner sehr unterdurchschnittlich sind. Neue Impulse auf der Melsunger Bank kann jetzt der isländische Nationalcoach Gudmundur Gudmundsson setzen.

Habe ich noch einen vergessen?

Ja, habe ich! Die Rhein-Neckar Löwen haben sich von Kristjan Andresson getrennt. Das es auch bei den Löwen kriselte, merkte man schon lange. Mannschaft und Trainer fanden nie zusammen. Martin Schwalb feiert jetzt sein unglaubliches Comeback auf der Trainerbank. Man darf gespannt sein.

Jetzt ist dieser Artikel doch länger geworden, als er eigentlich sollte. Das ist meine Meinung und man muss diese nicht unbedingt teilen. Ganz bemerkenswert finde ich die Aussagen von Maik Machulla, Trainer der SG Flensburg-Handewitt. Die sollte sich jeder Verantwortliche der HBL vor dem Schlafengehen einmal durchlesen. Danke Maik Machulla für deine Worte!

GWD Minden gegen Füchse Berlin

Am Donnerstag den 20. Februar trafen die Berliner Füchse auf GWD Minden. Die Lübbecker Kreissporthalle war mit 2325 Zuschauern gut gefüllt.

Die Berliner erwischen den besseren Start

Die Berliner erwischten den besseren Start und gingen über 4:7 und 5:8 schnell in Führung. Viele technische Fehler auf GWD Seite ließ schon wieder Böses erwarten. Aber ein glänzend aufgelegter Malte Semisch im Tor, verhinderte Schlimmeres.

Mindener Aufholjagd bis zur Pause

Aber die Spieler in Grün-Weiß, die die Niederlage gegen Lemgo vergessen machen wollten, holten schnell auf. Juri Knorr, der diesmal schon in der 10. Minute in die Partie kam, brachte Ruhe und Ideen in den Angriff. In der 18. Spielminute erzielte Mats Korte das 9:9. Treffer von Miljan Pusica, Kevin Gulliksen, Christoffer Rambo, Marian Michalczik und Juri Knorr brachten ihre Mannschaft immer weiter nach vorne. Der 15:12 Halbzeitstand war vor allem Malte Semisch zu verdanken. Seine Paraden gegen seine ehemaligen Mannschaftskollegen waren der Grundstein zur deutlichen Halbzeitführung.

Die 2. Halbzeit ein Mindener Lauf

Wenn man jetzt ein Aufbäumen der Berliner erwartet hat, wurde man enttäuscht. Die Berliner schwächten sich mit der Roten Karte für Jakov Gojun in der 38. Spielminute. Auch auf die Reaktion Gojuns auf die Disqualifikation hätte noch weitere Sanktionen folgen können.

In der 40. Minute führte GWD das 1. Mal mit 5 Toren und die Berliner hatten so gar nichts mehr dagegen zu setzen. Auch nicht der Berliner-Neuzugang Dainis Kristopans , der gegen die Mindener Abwehr kaum mehr ein Durchkommen fand.

GWD Minden stark-Die Füchse ohne Kraft

GWD Minden zog über 22:19 (45.), 25:21 (50.) auf 26:21 davon. Knapp 6 Minuten vordem Ende nahm Frank Carstens noch mal eine Auszeit. Das Spiel gaben die Hausherren aber nicht mehr aus der Hand. Die letzten beiden Treffer zum Endstand von 30:25 erzielten auf GWD-Seite Juri Knorr und Christoffer Rambo.

Die Pressekonferenz zeigt unterschiedliche Gesichter

Das unzufriedene und sichtlich enttäuschte Gesicht gehörte zu Gästetrainer Velimir Petkovic. Aber auch sein leises Jammern und Klagen über die vielen Verletzten im Füchse-Kader und der fehlenden Qualität im Angriff, ließen bei mir jetzt wenig Verständnis folgen. Wenn man einen Dainis Kristopans, der sicherlich nicht nur für ein paar Schrippen spielt, holt, dann sollte er auch in das Anforderungsprofil der Füchse passen. Und nicht nur medienwirksam initiiert werden. Seine Leistung hat mich übrigens enttäuscht, aber vielleicht war einfach nicht mehr drin.

Zufriedene Gesichter gab es zumindest auf Mindener Seite, Frank von Behren kommt jetzt gerne nach Lübbecke. Beide lobten die sehr gute Stimmung der Fans, das erinnerte schon teilweise an die Derby-Stimmungen längst vergangener Tage.

Einen ausführlichen Spielbericht könnt ihr auf der GWD-Homepage hier noch einmal nachlesen.

GWD Minden gegen Frisch Auf! Göppingen

Zum Anfang stelle ich hier mal ein paar Bilder der Partie vom 09. Februar 2020 ein. Die Liqui Moly HBL rockt! Auch in Lübbecke.

Einmalig. Echt. Von hier.

Diesmal in der Kreissporthalle Lübbecke

Aufwärmen für das wichtige Spiel

Alles war so schön grün in Lübbecke. Fleißige Helfer hatten die Lübbecker Halle ganz in grün/weiß verwandelt!

Marian Michalczik und Espen Christensen

Der Sportlergruß

Auszeit GWD Minden

Freude pur nach dem knappen Sieg! Glücklich, aber nicht unverdient!

Juri Knorr im Interview bei Sky.

Den Spielbericht könnt ihr auf der Homepage von GWD Minden hier nachlesen

Das bin ich

Hallo!

Mein Name ist Nadine. Ich bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern.

Handball spielt schon immer eine ziemlich große Rolle in meinem Leben.

Jetzt schreibe ich auch hier darüber!

Fotos und Texte die ich veröffentliche sind von mir und ausschliesslich nur mein Besitz.

Ich gehöre keinem Verein an. Auch bekomme ich keine Sponsorengelder irgendeiner Art. Dieser Blog ist einfach nur mein Hobby.

Viel Spaß beim Lesen