Mühlenkreis-Handballer im Blickpunkt! Teil 1! Heute mit André Fuhr

Teil 1

Corona hält die Welt in Atem. Leider hat das Corona-Virus auch den Handball-Sport zum Stillstand gebracht. Trotzdem möchte ich euch die Wartezeit bis zum Startschuss der neuen Saison etwas verkürzen. Ich habe mit André Fuhr  einen Handball-Experten befragt zu: 

  •  GWD oder eher TuS?
  •  Frauen-oder-Herren-Handball?
  •  Schultafel oder Taktiktafel?
  •  Meister oder Nicht-Meister
  • Verein oder Verband?

Auch eine Einschätzung für die kommende Saison unserer beider Mühlenkreis-Vereine darf da nicht fehlen

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast André. 

Eigentlich liest er keine Handball-Blogs, da bin ich aber froh, dass er mir trotzdem Rede und Antwort steht. Aber keine Angst, dies ist hier ja kein überlanger Podcast, obwohl die ja wie Pilze aus dem Boden schießen. Und so lange wie Schmisos Podcast soll das hier auch nicht dauern. Deshalb habe ich das Interview in zwei Teile gesplittet. Wenn euch der 1. Teil gefällt, dann wird der 2. Teil euch garantiert auch gefallen. Versprochen!

 

Vom Mühlenkreis, über Blomberg und Metzingen nach Dortmund

Er ist gebürtig aus Rothenuffeln, wo er auch lange Handball spielte. Er hat Sport und Deutsch auf Lehramt studiert. War freier Mitarbeiter beim Mindener Tageblatt und hat dort meist über die Handballspiele berichtet.

Schon früh zog es ihn auf die Trainerbank. Nach 16 Jahren in Blomberg und einem Jahr in Metzingen, ist er jetzt Trainer der Damen von Borussia Dortmund. 

 

 

Im Mühlenkreis die ersten handballerischen Schritte gemacht

Im Mühlenkreis, besser gesagt in Rothenuffeln hat er mit 5 Jahren das Handballspielen begonnen. Mit 15 Jahren trainierte er schon die E-Jugend, während er noch bis Mitte 20 selber gespielt hat.   

In erster Linie ist André Handball-Fan. Er mag beide, GWD Minden und den TuS N-Lübbecke. Vielleicht grün weiß aber ein bisschen mehr. So oft es geht, kommt er noch zu Spielen in die Halle. Auch aus seiner Tätigkeit beim Mindener Tageblatt kennt und schätzt man ihn vor allem in Minden. 

 

„GWD Minden hat den Umzug nach Lübbecke, wie ich finde, sehr gut von der atmosphärischen Gestaltung hinbekommen. Und wir sind dann mal gespannt, wie es nach Corona und mit neuen Erkenntnissen weitergeht.“

 

Über GWD Minden in der nächsten Saison

André wünscht sich natürlich, dass sie wieder ein zu Hause finden. Egal wo es ist. Ob in der Kampa-Halle oder in der neuen Multifunktionshalle. Auf jeden Fall nicht auf Dauer in Lübbecke. Das hat schon vielen sehr wehgetan, dass die Heimspielstätte gesperrt wurde. Beim vorletzten Heimspiel war er noch in der HalleUnglaubliche Spiele, die einem da in Erinnerung bleiben.

„Der Abgang von Marian Michalczik wird ihnen wehtun. Aber sie waren in den letzten Jahren immer in der Lage, Lücken zu kompensieren.“

Es ist immer spannend, den Spagat aus jungen und eigenen Talenten zuzusehen. Und Spieler, die man irgendwie finden muss, wie sie irgendwie Dalibor Doder gefunden haben. Der über Jahre ja das Gesicht von GWD Minden geprägt hat. Oder wie sie Christoffer Rambo gefunden haben, der jetzt natürlich eine spieltragende Figur ist. Es ist in den letzten Jahrzehnten immer gelungen solche Spieler zu finden, die herausragende Fähigkeiten haben und unheimlich wichtig sind.

 

Und über den TuS N-Lübbecke

Für ihn ist es beim TuS N-Lübbecke in den letzten Jahren sehr unruhig gewesen. Ein bisschen Kontinuität zu finden, täte den Lübbeckern da sehr gut. Das scheint jetzt unter Emir Kurtagic gelungen zu sein. Die Mannschaft hat sich gut entwickelt. Natürlich wünscht er sich, und wünschen wir uns alle wieder ein Mühlenkreis-Derby. Das waren ja auch für ihn, immer ganz besondere Spiele. Dem TuS N-Lübbecke wünscht er den Aufstieg. Aber dazu braucht es neue Strukturen und Ruhe. Und dass sie die Zuschauer wieder begeistern werden, was ja in der letzten Zeit nicht so der Fall war.  

Wenn er mal wieder im Mühlenkreis ist, besucht er natürlich seine Eltern. Und auch der Handball hier lässt ihn nicht los. Neben GWD zieht es ihn zu seinem alten Verein, der jetzt HSG Euro heißt. Seine gute Vernetzung und das Mindener Tageblatt ermöglicht ihm immer noch, über die sportlichen Geschehnisse im Mühlenkreis informiert zu bleiben. Zu GWD-Trainer Frank Carstens und Lübbeckes Trainer Emir Kurtagic hat er einen guten Draht.

Studiert hat André Fuhr Deutsch und Sport auf Lehramt. Lange und gerne hat er beim Mindener Tageblatt als freier Mitarbeiter gearbeitet. Aber irgendwann war diese journalistische Arbeit mit der handballerischen Tätigkeit nicht mehr vereinbar. Dann war er lange Lehrer in Espelkamp und in Blomberg und hat dann eine ganze Zeit beim Kreis Lippe gearbeitet. Ihm war es immer wichtig, dieses 2. Standbein zu haben. Dies hat natürlich Druck rausgenommen und unabhängig gemacht. Zumindest in Gedanken und fügt lächelnd hinzu: „Ich bin Gott sei Dank noch nie entlassen worden.“ Und trotzdem hatte er immer das sichere Gefühl und keine Existenzsorgen. Jetzt ist er Vollprofitrainer. Das wäre es auch schwierig, noch einen anderen Job nachzugehen, bei dem Aufwand den man hat als Trainer bei Borussia Dortmund. An der Spitze der Bundesliga und den Champions League Spielen die in der nächsten Saison auf seine Mannschaft zukommen.

Aber Zeit bleibt ihm trotzdem noch für den DHB. Denn zusätzlich zu seinem Job bei Borussia Dortmund ist er jetzt Trainer der weiblichen U-20 des DHB. Auch diese Aufgabe macht ihm sehr viel Spaß. Junge Spielerinnen auf höchstem Niveau entwickeln. Er hat einen hoch motivierten und qualitativ guten Jahrgang. Ein großer Vorteil ist auch, dass er einige Spielerinnen vorher auch schon kannte. Leider hat er bisher noch kein Länderspiel als Trainer der U-20 erleben dürfen. Auch die geplante Weltmeisterschaft in Rumänien ist durch Corona auf Dezember verschoben worden. Wichtig sind ihm die Erfahrungen, die man bei solchen Turnieren sammeln kann, das ist dann noch mal etwas ganz anderes wie der Ligabetrieb. Es ist ganz anders eine Mannschaft in vielen Lehrgängen zusammenzuführen. Auch er als Trainer kann da noch viel lernen. 

Auch ist der Blick aus einer anderen Perspektive spannend für ihn. Er ist jetzt der Vereins und der Auswahltrainer, da versteht man die andere Seite manchmal noch ein bisschen besser. 

Dieses war der erste Teil eines sehr interessanten und angenehmen Gespräches. Im zweiten Teil geht es den Damenhandball, um seine bisherige Trainerlaufbahn, und um die Nichternennung zum deutschen Meister. 

Übrigens lieber André, ab jetzt wird wenigstens dieser Handball-Blog gelesen!!!

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André in Action
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Auch als Interviewpartner ist André gefragt
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Das Team von Borussia Dortmund

 

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Fotos Borussia Dortmund und privat

Veröffentlicht von Nadine H.

Hi, ich bin Nadine Seit meiner Kindheit an, hat der Handball immer eine große Rolle in meinem Leben gespielt. Nachdem ich viele Jahre selbst aktiv gespielt habe, hat der Handball-Virus mich nicht mehr los gelassen. Gut das mit GWD Minden ein erstklassiger Verein in meiner Heimatstadt zuhause ist. Aber auch der Handball über die Mindener Grenze interessiert mich. Die Spiele der Nachbarvereine, anderer Bundesligavereine und der Nationalmannschaft interessieren mich

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