GWD Minden vs. THW Kiel

David gegen Goliath oder kann GWD gegen den THW Kiel punkten?

GWD Minden hat mit einer guten ersten Halbzeitleistung an der Sensation geschnuppert. Aber wie auch schon gegen Leipzig, ging den Mindenern die Puste aus. Schade, da war so viel mehr drin. Und eins ist heute klar geworden, der THW ist nicht unschlagbar. Aber GWD Minden war heute nicht in der Lage den THW Kiel zu schlagen.

Kraftvolle erste Minuten

Im Mindener Tor beginnt Espen Christensen, was schon eine Überraschung ist, da Malte Semisch im letzten Spiel der Matchwinner war. Beide Mannschaften gehen konzentriert in die Partie. In der 5. Spielminute geht GWD mit 4:2 in Führung. Nur 1 ½  Minuten später gleicht der THW aus.

Geht die 7-Meter Schwäche auch in diesem Spiel weiter?

Marian Michalczik semmelt gleich mal den ersten Siebenmeter an die Latte. 6:4 geht GWD durch Christoffer Rambo in der 9. Spielminute erneut in Führung. Max Staar bringt die Mindener in der 12. Minute mit 8:6 weiter nach vorn. Die 2657 Zuschauer peitschen ihre Mannschaft nach vorn. Hendrik Pekeler kassiert in der 15. Minute seine zweite 2-Minuten-Strafe. Und wegen Meckerns gibt es noch die dritte Zeitstrafe obendrauf. Das ist dann Rot und Hendrik Pekeler hat ab da Feierabend.

Espen Christensen zeigte eine klasse Partie, mit seinen Paraden hält er den THW weiter auf Abstand. Wer glaubt, dass jetzt Unruhe im Spiel der Kieler ist, der irrt. Der THW spielt das unglaublich routiniert aus. In der 17. Minute gleichen sie zum 9:9 aus. Das 10:9 durch Christoffer Rambo ist der schönste Treffer bis dahin. Ein 3-fach Kempa oder so etwas Ähnliches. Acht Minuten vor der Halbzeit erzielt Juri Knorr das 13:12, nachdem er schön am Kreis aufgelöst hat. Das 14:12 erzielt in der 24. Minute Christoffer Rambo im Nachfassen beim Siebenmeter. Wenigstens ist der Ball im Tor. Die erste 3 Tore Führung kommt von Joscha Ritterbach in der 25. Minute. Dann nimmt Frank Carstens seine Auszeit, beim Stand von 15:12. Das 17:14 erzielt Magnus Gullerud etwas mehr als eine Minute vor dem Pausenpfiff. Doch GWD Minden lässt den THW Kiel noch einmal auf 17:16 herankommen. Domagoij Duvnjak und Rune Dahmke erzielen die Treffer in der Dankerser Unterzahl.

GWD mit dem deutlich schwächeren Start in Halbzeit zwei

Das erste Tor der zweiten Halbzeit zum 18:16 erzielt der unglaublich starke Joscha Ritterbach. Wer hätte gedacht, dass das der letzte Treffer für eine verdammt lange Zeit sein wird. Die Kieler Abwehr steht besser. Den Ausgleich zum 18:18 durch Patrick Wiencek folgt dann noch eine Zeitstrafe für Aliaksandr Padshyvalau. 19:18 und 20:18 durch Niklas Ekberg, als Siebenmeter-Treffer, ist die erste Kieler Führung überhaupt. Den Grün-Weißen will so gar kein Tor mehr gelingen. Technische Fehler häufen sich. Die GWD-Abwehr findet keine Mittel, um den THW zu stoppen. Immer wieder enden Kieler Angriffe mit einem Siebenmeter, die Niklas Ekberg sicher verwandelt.

Erschreckend schwache Grün-Weiße Angriffsleistung

Bis zur 49. Minute gelingt GWD in der zweiten Hälfte kein weiteres Tor. Joscha Ritterbach erlöst die Mindener nach 16!!! Minuten zum 19:24. Mindens Trainer versucht seine Mannschaft umzustellen. Aber auch die Abwehrumstellung auf eine offensivere 5:1 mit Marian auf der Spitze bringt nicht die Wende. Frank Carstens probiert auch die Variante mit dem siebten Feldspieler, aber die technischen Fehler bleiben nicht aus. 7 Tore geht Kiel in Front, da sind 52 Minuten gespielt. Der THW zieht bis zum Schlusspfiff ein wenig die Handbremse. Sie bringen die Partie über 23:28, 24:29 und 26:29 nach 60 Minuten zu Ende.

Die Stimmen der Verantwortlichen in der Pressekonferenz kurz zusammengefasst:

Filip Jicha: Ich bin froh, dass wir dieses intensive Spiel gewonnen haben. Die Mindener haben gut in der Abwehr gearbeitet. Letztendlich haben den Mindener die Kräfte in der 2. Halbzeit verlassen und so konnten wir uns absetzen. Meine Jungs haben heute alles reingelegt. Es hat sich gezeigt, dass wenig Raum zwischen den 1. und den 15. der Tabelle ist.

Frank Carstens: Die 1. Halbzeit war defensiv das Beste, was wir abgeliefert haben. Besonders wertvoll waren die 10 Kontertore. Als es dann eng von der Energie und der Power wurde, gingen die Köpfe runter. Erst dachte ich noch, dass die Anzeigentafel kaputt sei. So konnten wir dann noch die 5:1 Deckung ausprobieren.

Viktor Szilagyi: Einziger Vorteil ist, dass wir zum Topspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen  einen ausgeruhten Hendrik Pekeler haben.

Veröffentlicht von Nadine H.

Hi, ich bin Nadine Seit meiner Kindheit an, hat der Handball immer eine große Rolle in meinem Leben gespielt. Nachdem ich viele Jahre selbst aktiv gespielt habe, hat der Handball-Virus mich nicht mehr los gelassen. Gut das mit GWD Minden ein erstklassiger Verein in meiner Heimatstadt zuhause ist. Aber auch der Handball über die Mindener Grenze interessiert mich. Die Spiele der Nachbarvereine, anderer Bundesligavereine und der Nationalmannschaft interessieren mich

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